NBBL | Bitteres Wochenende für die Berlin Dreams

Es war ein bitteres Wochenende für unsere NBBL. Nach den Heimspielen gegen Alba Berlin (72:75) und UBC Münster (57:85) stehen die Jungs von Headcoach Josef Dulibic mit leeren Händen und gemischten Gefühlen da. Damit bleiben sie auf dem sechsten Platz mit zwei Siegen Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Gegen die Albatrosse liefern die Berlin Dreams erneut eine Leistung auf Augenhöhe ab. „Wir haben die ersten 12 bis 13 Minuten mit wenig Intensität gespielt, uns dann aber im Laufe des Spiels deutlich gesteigert. In der zweiten Hälfte ist die Partie etwas hektischer geworden und beide Teams haben gute Chancen vergeben. Am Ende bestand der Unterschied darin, dass Alba mehr einfache Punkte erzielen konnte“, sagt der Headcoach nach der Schlusssirene.

Berlin Dreams steigern sich ab der 13. Minute

Die fehlende Intensität spiegelt sich in den 25 kassierten Punkten im ersten Viertel und der höchsten Führung der Gegner in der 13. Minute (26:35) wider. Zu diesem Zeitpunkt beginnt das Spiel der Berlin Dreams und erinnert stark an das Hinspiel. Die Freiwürfe von Harun Fakhro verkürzen den Abstand in der 18. Minute auf ein Minimum (34:35), neun Punkte des Duos Ferdinand Weber/Tim Claßen sorgen in der 24. Minute für den ersten Führungswechsel (47:46) und leiten einen spannenden Schlagabtausch ein. Die Gäste versuchen, ihren Körpervorteil vor allem in der Zone auszunutzen, setzen sich aber vor allem mit vielen Transition Points (53:60) ab. Unsere Jungs antworten mit einem Fastbreak von Jesper Aido und Tim Claßen zum Auftakt des letzten Viertels (59:60) und wollen mit der Defense den nächsten Führungswechsel erzwingen.

Das Spiel wird zunehmend hektischer und beide Mannschaften vergeben hochkarätige Chancen. Zwei Minuten vor Schluss kann das Spiel noch in beide Richtungen kippen. Jesper Aido vergoldet den Ballgewinn von Tim zum 72:74, was im Nachhinein der einzige Erfolg bis zur Schlusssirene bleiben wird.

In der letzten Minute haben die Berlin Dreams zwei Möglichkeiten zum Ausgleich oder gar zum Sieg: Beim ersten Angriff nehmen sie einen Wurf, ohne zuvor etwas herausgespielt zu haben. Beim zweiten Versuch machen sie es deutlich besser und legen den Ball in die Hände von Ferdinand Weber jenseits der Dreierlinie. Der Wurf fällt allerdings daneben und Harun kann den Offensivrebound anschließend nicht sichern. Es bleibt nur Zeit für eine letzte Runde Freiwürfe für die Albatrosse, die den 72:75-Sieg besiegeln.

Münster bestimmt das Spiel mit der Intensität

Weniger als 48 Stunden später standen unsere Jungs erneut auf dem Parkett der Sporthalle Charlottenburg, um im wichtigen Spiel im Playoff-Rennen gegen den UBC Münster anzutreten. Das gute Gefühl und das Selbstbewusstsein aus dem Hauptstadtderby waren nach einem guten Start mit Dreiern von Jona Lück und Harun Fakhro sowie einigen Second-Chance-Würfen schnell verflogen. Münster konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten das Spiel in die gewünschte Bahn lenken. Leo Kirchhoff dominierte das Spiel, die hohe Intensität in der Defense erlaubte unseren Jungs kaum saubere Würfe und zwang sie zu statischen Angriffen und Querpässen, die gut abgefangen wurden. Die Gäste erzielten in der ersten Halbzeit 17 Punkte durch Fastbreaks (bei 16 Ballverlusten der Dreams) und ergänzten ihr Offensivspiel mit guten Lösungen am Brett und von jenseits der Dreierlinie.

Unsere Jungs verlieren den Faden und geraten in einen zweistelligen Rückstand (17:30/12.), der nach 20 Minuten auf 20 Zähler anwächst (28:48). In der Kabinenansprache betont Headcoach Dulibic besonders den Punkt Intensität – vor allem in der eigenen Hälfte. Der Beginn des dritten Viertels ist vielversprechend mit den Fastbreaks von Harun und den Drives von Tim. Doch sobald die Intensität unter das gewünschte Niveau sinkt, findet Münster wieder zu schnellen Punkten ohne große Anstrengung und klettert zur höchsten Führung (23:46 in der 23. Minute, dann 45:76 in der 34. Minute) 

Münster ist eine Mannschaft mit einer sehr starken Identität und einer ausgeprägten taktischen Reife. Leider ist es uns nicht gelungen, ihre Intensität auszugleichen und Lösungen gegen ihre Defense zu finden. Dadurch haben wir schlechte Entscheidungen bei Pässen und Angriffen getroffen und ihnen das gewünschte Spiel ermöglicht. Wir werden das Spiel gut analysieren und diese Woche versuchen, die richtigen Gegenmaßnahmen für die Partie am kommenden Sonntag zu treffen. (Josef Dulibic) 

 

DBV Charlottenburg Logo

Alba UBC
Harun Fakhro 9 15
Tim Claßen 17 9
Nils Aaron Behnke 4
Timo Doerwald 3 3
Ferdinand Weber 15 7
Noah Kath
Jona Lück 5 8
Kaan Karabacak 7 6
Jesper Aido 6 5
Aron Bock 1
Vincent Willems 5 4
Paul Hinrichs
Theo Lütcke
Mehmet Gokdeniz

 

Boxscore Alba Berlin: https://nbbl-basketball.de/nbbl/matches/2003329?status=0

Boxscore UBC Münster: https://nbbl-basketball.de/nbbl/matches/2003338?status=0

Best Performer Alba Berlin

Punkte: Fin Borczanowski (13)
Rebounds: Lukas Klein (13)
Assist: Noah Isichei (3)

Best Performer UBC Münster

Punkte: Leo Kirchhoff (19)
Rebounds: Leon Dertmann (8)
Assist: Rune Reuter (7)

11. Spieltag


Berlin Dreams-UBC Münster 57:85

Alba Berlin-Leverkusen 84:72 

RASTA Academy-Oldenburg 56:80

Paderborn-Rostock 87:63

Tabelle

Alba Berlin  20
Baskets Juniors Oldenburg * 16
RASTA Academy 12
Paderborn Baskets 12
UBC Münster 12
Berlin Dreams * 8
Rostock Seawolves 4
Bayer Giants Leverkusen 2

 

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