Die letzten Bilder der Saison sind diejenigen, die am meisten schmerzen. Während die Bargteheide Bees zusammen mit den angereisten Fans den Sprung in die ProB feiern, kommen die Berlin Dreams im Mittelkreis zusammen. Einige weinen, andere starren ins Leere. Alle sind fassungslos. Unsere Jungs verlieren das Championship Game mit 73:77 und verpassen damit die Krönung einer Saison, in der sie 30 von 32 Spielen gewonnen haben.
„Die Jungs haben auf dem Parkett jeden Tropfen Energie und Einsatz gelassen. Es hat leider nicht gereicht. Glückwunsch an die Bees zum Aufstieg! Sie haben eine starke Serie gespielt und es in allen drei Spielen geschafft, sich eine zweistellige Führung zu erarbeiten. Das ist uns nur im ersten Spiel gelungen – und das haben wir gewonnen“, kommentiert Headcoach Michael Wende.
Wie schon im ersten Spiel kommt die zweistellige Führung der Gäste sehr schnell im ersten Viertel – angetrieben von Serien-MVP Dean jr. (22 am Ende) und Paukste (21). Die Bees zwingen unsere Jungs zu schwierigen Würfen, profitieren von einer gewissen Hektik und erzielen einfache Punkte per Fastbreaks (11:26/8.).
„Dieser Start hat unsere Lage sicherlich erschwert. Wir haben im restlichen Spiel die beste defensive Leistung der Serie erbracht, aber am Anfang wirklich zu viele einfache Punkte zugelassen. Diesem Rückstand sind wir dann bis zum vierten Viertel hinterhergerannt“, so Wende weiter.
Das vierte Foul von Marley ist ein schwerer Schlag
Der zweite Meilenstein in der entscheidenden dritten Partie kommt Mitte des dritten Viertels. Die Berlin Dreams hatten sich dank der starken Leadership von Marley Jean-Louis und dank Dreiern wieder zurückgekämpft (37:41 zur Halbzeit) und in der 22. Minute durch fünf Punkte in Folge von Elias Groß den Ausgleich geschafft (42:42). Dann folgen zwei Pfiffe gegen Marley: das dritte und das vierte Foul. Er muss auf die Bank und unsere Jungs verlieren den Faden. Die Bargteheide Bees nutzen die Vorlage gnadenlos aus und stellen erneut eine zweistellige Führung her (46:60).
Dreams gehen erstmals in Führung
Marley wird wieder aufs Parkett geschickt, um das Momentum zu drehen, bevor es zu spät wird – und diese Entscheidung trägt Früchte. Die Berlin Dreams finden zu ihrer alten Stärke zurück und drehen mit den Dreiern von Elias Groß und fünf Punkten in Folge von Philipp Daubner in wenigen Minuten bis zum Auftakt des vierten Viertels die Partie zu ihren Gunsten. Ein Dreier von Leon Friederici bestätigt die erste Führung der Berliner in diesem Spiel (65:64).
Die Bees stechen und gewinnen
Anders als im ersten Spiel können sich allerdings die Bees dieses Mal zusammenraufen, bevor die Partie kippt, und übernehmen mit Hoppe und Jentz erneut die Führung (68:74). Fünf Punkte von Alexander Dimitijevic wecken erneut Hoffnung (73:74), doch dann lässt Ruppert mit einem Dreier die Sömmeringhalle verstummen (73:77). In den letzten zwei Minuten versuchen die Dreams, sich mit schnellen Dreiern eine Chance zu erarbeiten, doch die Würfe finden nicht ihr Ziel. Das Happy End bleibt unserem Verein verwehrt.
Boxscore Spiel 2
| Ben Lenhardt | |
| Elias Samuel Groß | 3 |
| Paul Giese | 8 |
| Max Riedel | 14 |
| Kaan Karabacak | |
| Kimoni N’Sonde | 6 |
| Alex Dimitrijevic | 17 |
| Jamil Hyangho | |
| Leo Hollen | 6 |
| Philipp Daubner | 10 |
| Leon Friederici | 9 |
| Marley Jean-Louis | 17 |
Boxscore Spiel 3
| Ben Lenhardt | 3 |
| Elias Samuel Groß | 16 |
| Paul Giese | |
| Max Riedel | 7 |
| Kaan Karabacak | |
| Kimoni N’Sonde | 5 |
| Alex Dimitrijevic | 7 |
| Jamil Hyangho | 1 |
| Leo Hollen | |
| Philipp Daubner | 5 |
| Leon Friederici | 9 |
| Marley Jean-Louis | 20 |
