Die NBBL-Saison ist am Wochenende für unsere Jungs zu Ende gegangen. Im Rückspiel gegen die Rasta Academy Vechta konnten die Berlin Dreams zwar zwei Viertel für sich entscheiden, verloren aber das zweite deutlich mit 8:28 und mussten sich am Ende, wie schon in Spiel eins, mit 73:87 geschlagen geben. Mit zwei Siegen in der Serie zieht der Drittplatzierte der Vorrunde ins Viertelfinale ein.
Für uns beginnt nun die Planungsphase, damit der neue Kader so schnell wie möglich steht und wir uns auf die neue Einteilungsrunde im September vorbereiten können. Denn anders als bislang gedacht haben nur die vier besten Teams der letzten drei Jahre schon einen Platz in der Division A sicher. Alle anderen müssen sich dafür qualifizieren oder im Laufe der Saison aus der Division B aufsteigen. Die Liga verspricht mit dem neuen Modus mindestens 20 Spiele pro Team.
Dreams starten auf Augenhöhe – trotz enormen Drucks
Im letzten Saisonspiel punkteten vier Jungs zweistellig: Tim Claaßen, Vincent Willems und Jesper Aido verabschiedeten sich mit insgesamt 42 Punkten aus der NBBL, während Ferdinand Weber (Jahrgang 2008 und damit auch im kommenden Spieljahr noch spielberechtigt) 15 Punkte und 5 Assists erzielte.
Die Berlin Dreams erwischten den besseren Start und vergoldeten die gute defensive Arbeit mit Fast Breaks und einfachen Punkten. Die Gäste waren davon überrascht, und ihre Trainerbank versuchte, mit Wechseln und einer frühen Auszeit rechtzeitig einzugreifen. Auf der anderen Seite zeigte sich eine der Schwächen an diesem Tag: die Freiwurfquote. Unsere Jungs verfehlten die ersten drei Versuche und werden am Ende des Spiels nur 14 von 27 Freiwürfen verwandeln.
Zunächst braucht man sie allerdings nicht, denn unsere Jungs erreichen mit den Dreiern von Jesper Aido und Tim Claaßen die höchste Führung Mitte des ersten Viertels (16:3). Vechta versucht dann, den eigenen Motor mit mehr Druck auf den Aufbauspieler anspringen zu lassen, und bringt so die Offensive schnell in Schwung. Eine Minute vor der ersten Viertelpause übernehmen die Gäste erstmals die Führung (18:20), die sie jedoch schnell wieder abgeben müssen – dank Ferdinand Weber (Floater) und Jesper Aido (Fastbreak-Dunk).
Vechta hält die Dreams auf Distanz
Die Freude der Berlin Dreams währte allerdings nur kurz. Vechta fand im zweiten Viertel zurück zur alten Stärke und konnte seine vielseitige Offensive voll entfalten. Ob Fast Breaks, Offensiv-Rebounds oder Dreier: Alle Wege führten in den Korb. Die Führung wurde schnell zurückerobert und bis zur 17. Minute (29:41) zweistellig ausgebaut. In der Schlussphase legten die Gäste noch eine Schippe drauf und schlossen das Viertel mit fünf Zählern in Folge zum 31:48 ab.
Nach der Pause lässt die Rasta Academy trotz eines guten Starts unserer Jungs und einem 12:0-Lauf zum 48:59 nichts anbrennen. Vincent kämpft am Brett und Kaan trifft von Downtown (53:65), als die Gäste die Zone besonders dicht machen. Der Abstand bleibt jedoch durchgehend zweistellig.
Vechta ist eine Mannschaft, die zu abgezockt ist, um so einen Vorsprung aus der Hand zu geben. In dem Moment, wenn sie merken, dass das Momentum kippen kann, können diese Spieler – egal in welcher Formation – den Schalter umschalten und jeden Funken Hoffnung erlischen lassen. Man kann ruhig sagen, wir haben in diesen zwei Spielen alles gegeben und gemerkt, was bedeutet gegen einen Top4-Kandidaten zu spielen. Der Abstand ist da und wir werden schon bald wieder anfangen daran zu arbeiten – mit dem neuen Kader – um im nächsten Jahr solche Spiele auf Augenhöhe bestreiten zu dürfen. (Josef Dulibic, Headcoach Berlin Dreams)
Eine frühzeitige Kaderplanung ist in dieser Offseason besonders brisant, denn die NBBL hat einige Änderungen am Spielsystem für das kommende Sportjahr angekündigt.
Die acht besten Teams der vergangenen drei Spielzeiten qualifizieren sich für den neu eingeführten SuperCup, der im September als fester Bestandteil der regulären Saison ausgetragen wird. Diese Teams sind für die A-Division gesetzt und müssen keine Einteilungsrunden spielen. Alle weiteren Mannschaften absolvieren im September Einteilungsrunden, in denen die Zuordnung zu den Divisionen A, B und gegebenenfalls C festgelegt wird. Während der Saison haben die Teams die Möglichkeit, in eine höhere oder niedrigere Division aufzusteigen bzw. abzusteigen. Mindestens 20 Hauptrundenspiele stellen dabei eine umfassende Spielpraxis sicher.

| Harun Fakhro | 1 |
| Tim Claßen | 18 |
| Nils Aaron Behnke | 2 |
| Timo Doerwald | |
| Ferdinand Weber | 15 |
| Noah Kath | |
| Jona Lück | 3 |
| Kaan Karabacak | 4 |
| Jesper Aido | 14 |
| Mehmet Gokdeniz | 5 |
| Vincent Willems | 10 |
| Noah Stremlau | 1 |
Boxscore: https://nbbl-basketball.de/nbbl/matches/2005468?status=0
Best Performer Rasta Academy Vechta
Punkte: Alen Blakaj (16)
Rebounds: Etinosasere Ehioghae (7)
Assist: Strobl, Schillmöller, Grüß, Ehioghae (3)

