NBBL | Unnötige Niederlage bringt die Braves um das Playoffs-Heimrecht

Am Ende einer mehrmonatigen Saison macht doch für die Berlin Braves Baskets ein einziger Angriff den Unterschied zwischen einem sensationellen dritten Platz und einem enttäuschenden fünften Platz ohne Heimrecht in der ersten Playoffs-Runde aus. Den besagten Spielzug führt im Spiel gegen die Hamburg Towers Jakob Soyke aus. Mit noch fünf Sekunden auf der Spieluhr läuft er das ganze Feld und zielt entschieden auf den Korb: Dort wartet Paukste, der den Wurf abblockt und sein Team zum Sieger der Partie erklärt (70:71). Die Braves schreien laut nach einem Foul, die Pfeife bleibt stumm.

Die Hauptrunde endet so wie sie angefangen hatte: mit einer sehr knappen Niederlage. In zwei Wochen geht es mit den Playoffs weiter. Der Gegner heißt Bayer Giants Leverkusen. Gespielt werden – anders als am Anfang des Jahres vorgesehen – nur zwei Spiele. Das Hinspiel findet am 20.März in Berlin statt,  das Rückspiel eine Woche später in Leverkusen.

Schwache erste Hälfte 

„Wir hätten uns gar nicht in diese Lage bringen müssen“, wird Headcoach Arvid Thamm nach der Schlusssirene kommentieren. Dass es soweit kommen durfte, liegt an einer ersten Hälfte mit wenig Intensität und vielen Turnovers (13).
Die Towers starten besser ins Spiel (8:15), unsere Jungs können aber schnell reagieren und das Blatt wenden, auch wenn sie sich nicht gerade von ihrer besten Seite zeigen. Fastbreaks und Umschaltspiel gelingen nur selten, viel besser läuft es, wenn die Guards ihren Gegner Eins-gegen-Eins schlagen und den Ball in der Zone abgeben. 
Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei Center Ben Defty, der das Duell unter dem Korb klar gewinnt (6 Punkte und 8 Rebounds nach 20 Minuten) und für den ersten Lauf der Braves sorgt (28:23). Das Ende des ersten Durchgangs gehört wieder den Nordlichtern, die mit einem Dreier den Ausgleich erzielen (31:31) und mit einem Fastbreak die erste Halbzeit abschließen (31:37). 

Die Braves schalten um

Der Tiefpunkt war allerdings mit diesem 3:14-Run noch lange nicht erreicht. Denn Hamburg legte im dritten Viertel mit neun Punkten am Stück und feierte die höchste Führung der Partie (33:46). Arvid hat den Verdacht, in der Halbzeitpause seine Konzepte nicht gut genug erklärt zu haben und fragt nach einer Auszeit. Und diesmal klappt es mit der Umsetzung der Theorie. In der Verteidigung schalten die Braves sehr schnell ein paar Gänge hoch, die zu den gewünschten Fastbreaks führen. Linus Briesemeistet übernimmt in dieser Phase die Hauptrolle: Er organisiert die Arbeit in der eigenen Hälfte, versucht den schnellen Abschluss und – wenn es nicht sofort klappt – inspiriert die Mitspieler mit seinen Pässen. Der Rückstand schmilzt schnell und vor dem Ende des dritten Viertels schaffen die Braves sogar noch in Führung zu gehen (51:49).    

MVP Paukste entscheidet das Spiel

Die nächste Trendwende erwartet beide Teams im entscheidenden Viertel: Hamburg netzt nach der Durststrecke zwei Dreier (54:57/33.), die Braves antworten sofort (64:60), aber leisten sich mal wieder Turnovers, die Hamburg in Punkte ummünzt. So kommt es zum Gleichstand (66:66) zwei Minuten vor Spielende. Nach einer Runde Freiwürfe liegt Hamburg vorne (67:68/49″), Simon Fejer lässt von Downtown die Halle jubeln (70:68). Die Braves hätten noch zwei Fouls bis zum Bonus, aber sie schaffen es nicht, Paukste vor dem Wurf zu foulen. Der MVP netzt beide ein und gleicht nochmal aus (19″). Eigentlich hätten die Braves Zeit für einen gut organisierten letzten Angriff, aber die Gäste sind anderer Meinung, klauen den Ball und werden nochmal an die Freiwurflinie gebeten. Diesmal geht nur einer rein, so dass Jakob das Rebound holt und blitzschnell Richtung Korb sprintet. Dort wartet Paukste. Und kein Happy End.  

 

Stimmen und Zahlen und Spiel

Ich kann nur sagen: Schade! 

Wir haben heute nur im dritten Viertel und zum Anfang des letzten Viertel das umgesetzt, was unser Plan für das Spiel war, nämlich hart verteidigen und das Spiel schnell umschalten. 
In der ersten Halbzeit haben wir keine gute Leistung erbracht und das Spiel so zu einem Schlagabtausch entwickeln lassen. Hamburg hat dann in entscheidenden Momenten viele Dreier getroffen, die unsere Aufholjagd leider zunichte gemacht haben. 

Headcoach 

Arvid Thamm

Berlin Braves Basket

Emanuel Mpacko 
Jakob Soyke 15
Kjell Krainich 6
Simon Fejer 10
Linus BRIESEMEISTER 10
Berkant ÖZDEMIR
Ferdinand V. SALDERN 8
Jon-Luca Waismann
Till WADEHN 5
Bela Kohoff 6
Ben DEFTY 9
John Hubertus Kropp 1

Top Rebounds

B. Defty 10
J. Soyke 7
K. Krainich 7

Top Assist

L. Briesemeister 9

 

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